Warum Scheitern dich nach vorne bringt

Von Thomas Edison, dem Erfinder der Glühbirne, stammt das Zitat: „Von 200 Glühbirnen, die nicht funktionieren, lehrte mich jeder Versuch etwas, das ich beim nächsten Mal berücksichtigte“.

Viele berühmte Menschen mussten in ihrem Leben große Rückschläge in Kauf nehmen: Beispielsweise Walt Disney, dem bereits in der Schule ein Mangel an Ideen nachgesagt wurde und der später aus dem gleichen Grund von einem Zeitungsherausgeber entlassen wurde. Oder Henry Ford, der fünfmal vor dem finanziellen Ruin stand. Auch das Talent von herausragenden Wissenschaftlern wurde oftmals infrage gestellt: Albert Einsteins Lehrer stuften ihn als „geistig langsam“ ein und Charles Darwin galt als ein Junge von unterdurchschnittlicher Intelligenz. Es gibt namhafte Unternehmer, die mehrere hundert Anläufe brauchten, um einen Investor für ihre Geschäftsidee zu finden. Und Stephen King hätte seine Schriftstellerkarriere beinahe an den Nagel gehängt, weil er für seine ersten Werke keinen Verlag fand.

Scheitern ist nicht gleich scheitern

Global betrachtet gehen Gesellschaften sehr unterschiedlich mit Fehlern um. Eine regelrechte Kultur des Scheiterns herrscht im Silicon Valley. Junge Start-ups brauchen häufig mehrere Anläufe, bis sie mit einer Idee Erfolg haben. Doch in dem kalifornischen Tech-Umfeld ist Scheitern keine Schande – ja es ist geradezu erwünscht. Ganz anders in Deutschland: Hier sind Misserfolge peinlich; wer Fehler macht, wird häufig von seinem Umfeld verurteilt. Kein Wunder also, dass viele deutsche Gründer und Jungunternehmer nach einer Niederlage den Mut verlieren. Denn der Umgang mit Fehlern will gelernt sein. „Siebenmal hinfallen, achtmal wieder aufstehen“, lautet ein japanisches Sprichwort. Nach dem gleichen Prinzip lebte auch der ehemalige Premierminister von Großbritannien Winston Churchill: „Erfolg haben heißt, einmal mehr aufzustehen, als man hingefallen ist.“

Niederlagen als Chancen erkennen

Das Erfolgsgeheimnis vieler großer Persönlichkeiten und einflussreicher Unternehmen liegt darin, dass sie angesichts ihrer Misserfolge nie kapituliert haben. Genaugenommen scheitert nur der, der aufgibt. Wer dagegen aus seinen Fehlern lernt und es beim nächsten Versuch besser macht, der zieht einen echten Gewinn aus seinen Rückschlägen.

Fail faster!

Das eigentliche Problem sind daher nicht die Rückschläge und Niederlagen, sondern der Umgang damit. Wenn du vor einer schwierigen Situation stehst, solltest du das als Möglichkeit für Wachstum und persönliche Weiterentwicklung nutzen. Betrachte es als eine Art Experiment. Um zum Erfolg zu kommen, müssen wir oft Irrwege in Kauf nehmen. Das gilt besonders für die heutige Zeit: Bei Innovationen und neuen Geschäftsmodellen kann dir keiner sagen, ob sie funktionieren werden. Aber wenn du es nicht versuchst, wirst du es nie erfahren. Das Kredo im Silicon Valley lautet nicht umsonst: “Fail faster!” – je häufiger du scheiterst, desto schneller lernst du dazu und desto schneller wirst du ans Ziel kommen.  Oder auch: „Fail forward“ – analysiere dein Scheitern und entwickle dich weiter.

Niederlagen und Rückschläge sind ganz normal. Also lass dich davon nicht entmutigen, sondern wachse daran. Erlerne einen kreativen Umgang mit Fehlern und habe Spaß beim Experimentieren!

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