Gute Vorsätze für 2019 – und warum wir sie selten halten

Es ist wieder soweit: Mit dem Start ins neue Jahr haben sich viele vorgenommen, es dieses Mal ganz anders, einfach besser anzugehen. Noch in der Silvesternacht wurden Vorsätze geschmiedet: Wir wollen weniger essen, mehr Sport treiben und überhaupt unsere Ernährung auf „total gesund“ umstellen. Leider halten unsere Vorsätze meist nicht lange.
Vorsätze sind wie Aale
Der „Frische-Start-Effekt“ sorgt dafür dass wir die letzte Zigarette noch im alten Jahr rauchen, Süßes aus dem Haus verbannen und uns im Fitnessstudio anmelden. Jetzt ist Schluss mit allem Laster. Das neue Jahr wird wie durch ein Wunder besser werden. Leider gibt eine Forsa Studie aus dem Jahr 2015 wenig Hoffnung auf Erfolg. 50 Prozent der Befragten hielten mehr als drei Monate durch, die andere Hälfte machte schon früher schlapp. Vorsätze sind also schnell gefasst, aber genauso schnell wieder im Alltagstrott verschwunden – oder wie der französische Schriftsteller Alexandre Dumas (der Jüngere) schon wusste „Vorsätze sind wie Aale – leicht zu fassen, aber schwer zu halten.“ Warum ist das so und was können wir ändern? Den meisten fehlt vor allem die Entschlossenheit. Wir wissen ja, wer wirklich etwas will, ein Ziel verfolgt, der schafft dies auch. Doch hier haben wir schon einen ersten Grund, warum die meisten Vorsätze scheitern: Die Ungenauigkeit. „Ich will abnehmen“, ist viel zu allgemein. Aber wer sagt, ich will in zwei Monaten 5 Kilo abnehmen, der hat ein Ziel vor Augen. Hier sind drei weitere Tipps, wie du deine Vorsätze einhalten kannst:
Konkret und realistisch bleiben
Mach einen Vertrag mit dir selbst und schreib ganz genau auf, welche Vorsätze du hast und bis wann du welchen Vorsatz umsetzen willst. Trage dir die Daten, wie bei der Zeitplanung im Job auch, in deinen Kalender ein, zum Beispiel „am Sonntag um 8 Uhr eine halbe Stunde joggen“. Bitte nicht gleich übertreiben, bleib realistisch. Du musst keinen Triathlon laufen. Lass dich über dein Smartphone an den Termin erinnern. Wenn du Zettel bevorzugst, dann hänge sie so auf, dass du jeden Morgen darüber stolperst, zum Beispiel am Kühlschrank, wenn du abnehmen willst. Vielleicht morgensj ein bisschen frustrierend – aber es hilft.
Nutze deine Vorstellungskraft
Was willst du mit deinem Vorsatz erreichen? Wie sieht dein Leben aus, wenn du an deinem Ziel angekommen bist? Was wird sich verbessern? Wenn du dir zum Beispiel vorstellst, dass du mit weniger Gewicht und mehr Sport die Treppen zu deiner Wohnung leichter schaffst, ohne außer Atem zu kommen. Oder dass du, wenn du dich auf ein Kundengespräch in Zukunft gut vorbereitest, bessere Abschlüsse machst. Die Vorstellungskraft kannst du auch dafür nutzen, um auf deine jetzige Situation zu blicken. Wie sieht es in ein paar Monaten aus, wenn alles so bleibt? Vielleicht musst du eine Erdgeschosswohnung suchen oder neue Kunden. So kannst du dir deine Situation ausmalen und erhältst mehr Motivation, die neuen Vorsätze umzusetzen.
Belohne dich
Jedem muss bewusst sein, dass ein Ziel zu erreichen auch Zeit kostet. Wer vorher keinen oder kaum Sport getrieben hat, muss diesen jetzt in seinen Alltag einplanen und der Verlockung der Couch wiederstehen. Wenn du das alleine nicht schaffst, solltest du dir immer einen Partner suchen, der mitmacht. Und wenn du deine Vorsätze durchhältst, dann darfst du auch stolz auf dich sein. Deine Belohnung ist deine Gesundheit, das Gefühl fitter zu sein oder das Geld, das du verdienst, weil du durch deine Vorbereitung mehr Kunden gewinnst. Von dem Geld kannst du zum Beispiel deinen Traumurlaub buchen. Also belohne dich, damit du nicht aus Frust wieder rückfällig wirst.
Für alle Schweinehundliebhaber und Vorsatzabbrecher gibt es übrigens eine sehr schöne Lösung, die einfach durchzuhalten ist – im nächsten Jahr einfach mal keine Vorsätze machen.

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